Schönheitsschlaf, Mythos oder Wissenschaft?

Schönheitsschlaf, Mythos oder Wissenschaft?

Viele Menschen kennen den Begriff „Schönheitsschlaf“. Doch handelt es sich dabei lediglich um eine Redewendung oder steckt tatsächlich Wissenschaft dahinter?

Was Studien zeigen

Eine häufig zitierte Studie von Axelsson et al. (2010) untersuchte, wie Menschen nach normalem Schlaf im Vergleich zu Schlafmangel wahrgenommen werden. Die Forschenden zeigten Fotos derselben Personen nach einer normalen Nachtruhe und nach einer Nacht mit reduziertem Schlaf.

Das Ergebnis: Personen mit Schlafmangel wurden von unabhängigen Beobachtern als weniger gesund, weniger attraktiv und müder eingeschätzt (Axelsson et al., 2010).

Warum Schlaf das Erscheinungsbild beeinflussen kann

Während des Schlafs laufen zahlreiche Regenerationsprozesse im Körper ab. Schlafmangel kann sich dagegen auf verschiedene körperliche Funktionen auswirken, die wiederum das äussere Erscheinungsbild beeinflussen können.

Fazit

Der Begriff „Schönheitsschlaf“ ist zwar keine medizinische Diagnose, die wissenschaftliche Literatur zeigt jedoch, dass ausreichender Schlaf einen Einfluss darauf haben kann, wie gesund und erholt Menschen auf andere wirken.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schlafmangel kann das äussere Erscheinungsbild beeinflussen.
  • Menschen mit wenig Schlaf werden häufig als müder wahrgenommen.
  • Erholsamer Schlaf trägt zu einem frischen Erscheinungsbild bei.

Literatur

Axelsson, J., Sundelin, T., Ingre, M., Van Someren, E. J. W., Olsson, A., & Lekander, M. (2010). Beauty sleep: Experimental study on the perceived health and attractiveness of sleep deprived people. BMJ, 341, c6614.